

Schule findet Stadt(t)
Konzept:
Im Stadtteil München Pasing befindet sich ein Schulcampus bestehend aus einer denkmalgeschützten Grund-und Mittelschule sowie einem in die Jahre gekommenen Schulgebäude eines Gymnasiums für das ein neues Gebäude entwickelt werden soll. Der Entwurf Schule findet Stadt(t) nimmt für die Neuplanung den Bezug zur innerstädtischen Lage in den Fokus, die Räumlichkeiten der Bildungsstätte auch in ihrer Multifunktionalität
hin der Öffentlichkeit bereitstellend. Transparenz, Offenheit, Gemeinschaft und der geleitete Weg durch das Gebäude sind die zentralen Themen des Entwurfs.
So verbindet ein Weg die drei Gebäudevolumen, welche durch ihre Platzierung einen gemeinsamen Innenhof ausbilden. Den drei Gebäudeteilen sind drei Themenfelder in ihrer pädagogischen und architektonischen Konzeptionierung zugeschrieben: die Entwicklung, die Orientierung und die Findung. In der Entwicklung findet sich die Sekundarstufe I zusammen. Schüler/innen können sich von der 5. Klasse an entwickeln, das Gebäude erkunden und dennoch ihren festen Rückzugsort besitzen. Die drei Geschosse werden in der Vertikalen durch einen Lichthof in der Mitte miteinander verknüpft. So treten auch die Jahrgänge miteinander in Verbindung. Pro Geschoss bildet sich um den Lichtkubus das sogenannte „Lernherz“ aus, in dem sich die Stufen 5/6, 7/8, 9/10 treffen, austauschen und selbstständig lernen können.
Das Gebäude der Orientierung befindet sich gegenüber der Entwicklung und beherbergt die Verwaltung, die Fachräume sowie die Oberstufe. Im Erdgeschoss befindet sich der Kreativbereich, der den Innenhof ebenfalls bespielen und mitbenutzen kann. Im ersten Obergeschoss sind die MINTRäume angeordnet. Hier finden sich ebenfalls Flächen für das selbstständige Lernen, das freie Experimentieren und ein kleines Gewächshaus wieder. In diesem Gebäudeteil darf fachspezifisch gearbeitet werden, Schüler/innen können sich orientieren und ihre besonderen Fähigkeiten erkunden. Besonders die Oberstufe, die sich im zweiten Obergeschoss befindet, hat die Möglichkeit Fächer zu erkunden und sich zu spezialisieren. Der dritte Gebäudeteil nennt sich die Findung. Hier finden sich die öffentlichen Nutzungen wieder. Die Stadt wird eingeladen das Gebäude mitzubenutzen. Im Erdgeschoss wird durch die dem Innenhof zugeordnete Mensa für die Verpflegung gesorgt, darüberliegend befindet sich der Ganztagsbereich neben der Bibliothek. Zukunftsorientiert wird das Ganztagsangebot ausgebaut, die Schule wird zu einem Lern- und Lebensort der Schüler/innen, an dem sie sich wohlfühlen können. Im zweiten Obergeschoss findet sich die Schule mit der Stadt. Hier können durch zwei abtrennbare Bereiche diverse Nutzungen angedacht und realisiert werden. Neben der Funktion einer Aula kann die Fläche auch für Veranstaltungen vermietet werden, als Yogatreff dienen, Elterntreffen oder anderen öffentlichen Aktivitäten. Alle drei Gebäudeteile sind miteinander und in sich verbunden. Der horizontale Weg führt und leitet durch die Gebäudevolumen hindurch, welche in sich vertikal miteinander durch Blickbezüge oder ihre Nutzung in Verbindung stehen. So werden weitreichende Blickbezüge nach außen zur Stadt und unter den Gebäuden selbst generiert. Zukunftsorientiert, offen und transparent öffnet sich die Schule der Stadt. Dem öffentlichen Gebäude sind im Untergeschoss Parkplätze zugeordnet. Für die Energiegewinnung durch Solaranlagen werden die Dachflächen hinzugezogen. Des Weiteren sind Lagerflächen und Technikflächen im Untergeschoss angedacht.
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